
Warum wir versuchen, die Heizgeräte für Badezimmer bereits vor dem Kauf zu zerstören
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind ein Albtraum für Elektronikgeräte. Mal ist es dort eiskalt, im nächsten Moment verwandelt sich der Raum in eine Sauna. Der dicke Dampf hängt nicht nur in der Luft – er findet auch jeden winzigen Spalt, dringt an den Dichtungen vorbei und erreicht direkt die elektrischen Komponenten des Heizgeräts.
Wir möchten nicht darauf warten, ob das Heizgerät funktioniert oder nicht. Deshalb geben wir sie in eine Klimakammer und versuchen, sie zum Versagen zu bringen.
Der Kampf zwischen Dampf und Quarz
Die meisten dieser Wandheizgeräte nutzen Infrarotquarztuben. Quarz ist zwar gut geeignet, um Wärme zu erzeugen – doch der Bereich, an dem die Drähte mit dem Glas verbunden sind, gilt als Gefahrenzone. Wenn diese Verbindung auch nur minimal beschädigt wird, kann Feuchtigkeit eindringen. Dann beginnt der Wolframdraht zu oxidieren. Wenn dieser Draht bei feuchten Bedingungen 2000°C erreicht, geht er sofort kaputt.
Wie wir die Heizgeräte auf die Probe stellen
Jede Charge wird durch einen „Feuchtigkeits-/Wärmetest“ gebracht. Mit anderen Worten: Wir tauchen die Geräte in hohe Luftfeuchtigkeit und belasten sie anschließend wiederholt mit Hitze. Wir achten dabei besonders auf folgende Punkte:
*Die Anschlüsse: Wir stellen sicher, dass sie nicht korrodieren – sonst würde die Effizienz des Geräts beeinträchtigt.
*Die Dichtungen: Wir prüfen, ob die Verbindung zwischen Glas und Metall der ständigen Ausdehnung und Zusammenziehung standhalten kann.
*Die Isolierung: Wir stellen sicher, dass die Elektrizität weiterhin ordnungsgemäß fließen kann, selbst wenn die Luft voller Dampf ist.
Der Kompromiss – und warum er sich lohnt
Das Problem ist: Um wirklich zuverlässige Dichtungen zu erhalten, muss das Heizgerät etwas größer sein. Es ist also nicht so „kompakt“ wie einige billige Alternativen, die man im Internet findet. Doch man tauscht ein paar Millimeter Platz gegen ein Heizgerät, das nach drei Monaten im Winter nicht ausfällt. Für uns ist das selbstverständlich. Wir bevorzugen lieber ein etwas größeres Gerät als eines, das nicht funktioniert.
Wenn eine Dichtung unseren Tests nicht standhält, ist das Produkt nutzlos. Punkt.