
Warum wir auf Infrarotstrahlung für das Trocknen von Holz mit niedrigem VOC-Gehalt umgestiegen sind Die meisten Betriebe trocknen Holz immer noch mithilfe von heißer Luft. Das ist die alte Methode – und ehrlich gesagt, eine ziemlich ineffiziente Methode. Man heizt im Grunde den ganzen Raum auf, nur um ein Stück Holz zu trocknen. Dadurch gelangen all diese schädlichen Lösungsmittel und VOCs in die Luft. Danach muss man mit komplexen Lüftungssystemen und Filtern umgehen, damit die Inspektoren zufrieden sind. Wir haben beschlossen, diese Methode durch Infrarotstrahlung zu ersetzen. Anstatt mit Luft zu arbeiten, senden die Infrarotlampen Energie direkt in die Beschichtung sowie in die Holzfasern.Es geht dabei darum, wohin die Wärme geht. Stellen Sie sich das wie einen Mikrowellenherd im Vergleich zu einem herkömmlichen Ofen vor. Infrarotlampen nutzen elektromagnetische Strahlung – im Grunde Photonen, die in die Oberfläche eindringen und die Moleküle zum Schwingen bringen. Dadurch entsteht Wärme von innen heraus. Da keine Energie mehr für die Erwärmung des Rauminneren benötigt wird, ist der Aufwärmvorgang äußerst schnell. Doch das wirklich Große daran: Dadurch entsteht kein „Hautbildungseffekt“ mehr – also die Situation, bei der die Oberfläche zu schnell trocknet und die Lösungsmittel unter der Oberfläche zurückbleiben. Infrarotstrahlung verhindert das. Indem man die Wellenlänge anpasst, sorgt man dafür, dass die VOCs tatsächlich entweichen und verdampfen, bevor die Oberfläche vollständig trocken ist. Der „grüne“ Aspekt Wenn Sie nach Zertifizierungen für „grüne Fabriken“ streben, ist der Umstieg auf zertifizierte Infrarotlampen eine gute Lösung. So können Sie auf gaskraftbetriebene Öfen verzichten, die Kohlenstoff in die Luft abgeben. Wir haben festgestellt, dass der CO2-Fußabdruck pro Quadratmeter deutlich sinkt. Es fühlt sich einfach besser an, wenn die Fabrik keine Quelle für Smog ist. Aber seien wir ehrlich: Infrarotstrahlung ist kein „Wunderknopf“, den man einfach drücken kann. Es erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Diese Lampen erzeugen intensive Wärmezonen. Wenn der Transportband zu langsam läuft, kann das Holz verbrennen. Man muss die Geschwindigkeit des Transportsbands sowie den Abstand zwischen den Lampen genau richtig einstellen, um solche Probleme zu vermeiden. Die Vor- und Nachteile Der größte Vorteil ist der Platzbedarf. Anstelle eines großen 30-Meter-Ofens kann man einen 5-Meter-Infrarottunnel verwenden. Das spart viel Fläche, die man für andere Zwecke nutzen kann. Der Haken ist jedoch, dass das elektrische System dafür bereit sein muss. Die Anfangsleistung der Lampen ist höher, daher muss man sicherstellen, dass die Infrastruktur die höhere Stromlast bewältigen kann. Sobald die Leistung ausreichend ist, sinken in der Regel die monatlichen Kosten – schließlich muss man nicht mehr für die Erwärmung der Luft im Raum bezahlen.